"Die systematische Ausbildung des Reitpferdes" und "Die Ausbildung des Geländepferdes"


    «Dressage méthodique du cheval de selle. D'après les derniers enseignements de F. Baucher, recueillis par un de ses élèves» (1891) und «Dressage du cheval de dehors. Conseils donnés aux membres de L'Etrier, recueillis par un de ses élèves» (1907) von General Baron F.N. Faverot de Kerbrech gelten als die konzisesten und umfassendsten Formulierungen der "Zweiten Methode", also der ausgereiften Lehre von François Baucher.

    Die ursprünglich als Privatausgabe für den Arbeitskreis Légèreté Bochum erschienene Übersetzung, nun bereits in zweiter erweiterter Auflage veröffentlicht, gibt deutschsprachigen (und Deutsch lesenden "deutschen") Reitern Zugang zur Praxis baucheristischer Ausbildungsarbeit. Frei von doktrinärer oder theoretisierender Überladung, wendet sich Faverot de Kerbrech mit seinem Text an "normale" Reiter, er berücksichtigt Schwierigkeiten, die sich bei alltäglich begabten, ja selbst komplizierten Pferden ergeben können, und geht auf Reitweisen bzw. Verwendungen des Reitpferdes ein, die nicht auf "dressurartige" Ziele beschränkt bleiben.

    Denn, so denkt Faverot de Kerbrech (ganz wie sein Lehrer Baucher), richtiges Reiten und richtiges Ausbilden muss allen Pferden zugute zu kommen imstande und von allen ernsthaft arbeitenden Reitern erreichbar sein. Aus seiner jahrzehntelangen kavalleristischen und zivilreiterlichen Lehrpraxis schöpfend, formuliert der General im Ton des geduldigen Unterrichtens, wie dies zu bewerkstellen ist: Als eine nimmer unterbrochene Selbstdisziplin des Reiters, stets vorrangig die körperliche und psychische Entspanntheit des Pferdes zu sichern und, darauf gründend, in der Ausbildung immer logisch kohärent vom Einfachen zum Komplexeren fortzuschreiten. So wird immer größere Verfeinerung möglich. Ausbilden und Reiten, wie es Faverot erklärt, ist daher nur in Form von spielerischer Arbeit erfolgversprechend und pferdegerecht und menschenwürdig.

    Für eine Epoche des Reitens wie die heutige, in welcher Besonnenheit auf Pferdegerechtes eben nicht mehr nur bedeutet, dass man das Tier lieben solle, sondern dass man in einer bestimmten Weise ausbilden und reiten muss, nämlich, im obigen Sinn, „logisch und emotional richtig“, stellen die Texte von Faverot de Kerbrech daher wahre Marksteine dar.

    Wenn Faverot de Kerbrech auch Kriterien definiert, mithilfe welcher der Fortgang der Erziehung des Pferdes und die Richtigkeit des Fortschrittes bemessen werden können, so bleibt die Anwendung seiner Lehre im Konkreten dennoch oft sehr schwierig. Zahllose Reiter sind heutzutage in der Ausbildung ihrer Pferde weitgehend auf sich selbst gestellt und die lapidaren Aussagen von Faverot de Kerbrech mögen manche vor unvorhergesehene praktische Probleme stellen. Ihnen in der praktischen Arbeit und im theoretischen Studium zu helfen, bin ich jederzeit gerne bereit.



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